Deutsch lernen für Ihre Zukunft in Deutschland

Sprache ist ein Schlüssel für erfolgreiche Integration. Aus diesem Grund wurde zu Beginn 2005, mit Inkrafttreten des Zuwanderungsgesetzes, ein Mindestrahmen staatlicher Integrationsangebote geschaffen. Den Kern dieser staatlichen Angebote bildet der Integrationskurs.

Teil 1: Sprachkurs

Im Integrationskurs lernen Sie Deutsch vom absoluten Anfänger-Level bis zum Level B1

Schwerpunkte des Sprachkurses sind

  • allgemeine Grammatik- und Wortschatzaufbau,
  • Alltagssituationen,
  • Behördengänge, Arztbesuche, Schulgespräche
  • und vieles mehr, um Ihnen das Leben in Deutschland möglichst leicht zu machen.

Teil 2: Orientierungskurs

Nach dem Sprachkurs erfahren Sie vieles über Politik, Kultur und die Geschichte Deutschlands.

Informationen zum Integrationskurs im Detail

Inhalt und Ablauf

Der allgemeine Integrationskurs umfasst insgesamt 700, der Elternintegrationskurs 1000 Unterrichtseinheiten. Den ersten Teil, bestehend aus 600 oder 900 Unterrichtseinheiten, bildet der Sprachkurs. Der zweite Teil nennt sich Orientierungskurs und besteht aus den restlichen 100 Unterrichteinheiten. In diesem Kursabschnitt stehen die Themenbereiche "Politik in der Demokratie", "Geschichte und Verantwortung" und "Mensch und Gesellschaft" im Vordergrund. Das Ziel: Migranten sollen sich im Alltag verständigen und an der deutschen Gesellschaft teilhaben können. Der Sprachkurs schließt mit dem "Deutschtest für Zuwanderer", der Orientierungskurs mit dem Test "Leben in Deutschland" ab.

Teilnehmer

Ob ein Migrant am Integrationskurs teilnehmen darf oder er dazu verpflichtet werden kann, ist in den §§ 44 und 44a des AufentG, § 11 Abs. 1 FreizügG EU und § 9 Abs. 1 BVFG geregelt. Dabei wird zwischen Ausländern, Bürgern der Europäischen Union, Spätaussiedlern und deutschen Staatsangehörigen unterschieden. Die Teilnehmer müssen sich in der Regel mit einem Beitrag von € 1,95 je Unterrichtsstunde an den Kosten für einen Integrationskurs beteiligen.

Bewertungskommission

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ist für die formale und inhaltliche Ausgestaltung der Integrationskurse verantwortlich. Hierzu hat es das "Konzept für einen bundesweiten Integrationskurs" in Abstimmung mit der Bewertungskommission entwickelt und darin Grundstruktur und Kursinhalte konkretisiert und festgelegt.

Kursträger und Lehrkräfte

Mit der Durchführung der Integrationskurse werden private und öffentliche Träger beauftragt, die vom Bundesamt zugelassen sind. Zurzeit besitzen in Deutschland ca. 1.800 Integrationskursträger eine Zulassung. Die Lehrkräfte, die im Integrationskurs unterrichten, müssen ein abgeschlossenes Studium "Deutsch als Fremdsprache" oder "Deutsch als Zweitsprache" vorweisen oder sich die Qualifikation durch eine spezielle Fortbildung erwerben.

Umfangreiche weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

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